Archive for June, 2010

Einschränkungen beim Debuggen mit mixed moded Anwendungen im 64-Bit Modus

Sunday, June 27th, 2010

Hallo,

kürzlich bekam ich vom Visual Studio 2010 Debugger beim Starten einer Anwendung folgende Fehlermeldung:

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Microsoft Visual Studio
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Fehler beim Ausführen des Projekts: Das Programm “…\unittest\bin\Debug\unittest.exe” kann nicht gestartet werden.

Das Debuggen im gemischten Modus für x64-Prozesse wird nur bei Verwendung von Microsoft .NET Framework vor Version 4 unterstützt.
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OK   Hilfe
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Die Konstellation war dabei folgende:

  • Ein reines C#-Programm referenziert eine Assembly, die mit managed C++ erstellt war. Diese Assembly bindet auch native code ein (mixed mode).
  • Als Compiler wurde der vc90 verwendet.
  • Als Targetversion für das .NET-Framework wurde für alle Komponenten 2.0 verwendet.
  • Alle Anwendungen waren als 32-Bit-Anwendungen in Visual Studio 2008 erstellt und wurden von Visual Studio 2010 zur Version 2010 konvertiert.

Für die in C# erstellte (reine .NET) Anwendung war in den Einstellungen als Zielplattform “Any CPU” eingetragen, wie bereits in der Vorgängerversion:

AnyCPU

Nach der Umstellung auf X86 konnte die Anwendung erfolgreich im Debugger gestartet werden.

X86

Die Fehlermeldung ist grundsätzlich ziemlich irreführend. Alle beteiligten Komponenten waren ja explizit für .NET 2.0 konfiguriert.

Oder ist sie gar falsch?

Auf dieser Seite findet man folgendes Zitat:

Debugging im gemischten Modus (Aufrufe von systemeigenem Code bis zu verwalteten Codes, oder umgekehrt) wird für x64-Prozesse unterstützt, wenn der verwaltete Code Microsoft .NET Framework, Version 4 oder höher, verwendet.

Debugging im gemischten Modus wird nicht für IA64-Prozesse oder x64-Prozesse unterstützt, die frühere .NET Framework-Versionen als 4 verwenden.

was ja ein klarer Gegensatz zur oben zitieren Fehlermeldung ist.

Grundsätzlich ist es schon etwas unschön, wenn man für die reine .NET-Komponent nicht mehr “Any CPU” wählen kann, nur weil sie eine mixed mode Assembly nutzt, die im 32-Bit Modus erstellt wurde.

Eine Rolle könnte auch spielen, dass ich inzwischen Windows 7 x64 benutze, während ich zuvor Windows XP X86 verwendet habe.

Viele Grüße,
Andreas

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Visual C++ 2010 kann nur für das .NET Framework 4.0 Code erzeugen

Sunday, June 20th, 2010

Hallo,

vor einiger Zeit bin ich zu dem Schluss gekommen, meine Entwicklungsumgebung auf Basis von Windows 7 und Visual Studio 2010 neu aufzusetzen. Nach der Konvertierung der C++ Projekte wurde in einer Solution mit C# und C++ Projekten folgende Warnung ausgegeben:

Warnung    2    Auf das Projekt “xxx” kann nicht verwiesen werden.  Das Projekt, auf das verwiesen wird, hat eine höhere Frameworkversion (”4.0″) als Ziel.

In der ursprünglichen Solution war für alle Projekt das .NET Framework 2.0 als Targetversion eingetragen. Das war aus gutem Grund so, da die erstellte Anwendung für den Download über das Internet bereit gestellt wird und auf möglichst vielen Computern ohne weitere Vorbereitungen eingesetzt werden soll.

Eine Erklärung für die implizite Erhöhung der Targetversion für Managed C++ Projekte finden sich in diesem Blog-Eintrag mit einem “Visual Studio 2010 C++ Project Upgrade Guide”:

After conversion, managed C++ projects will target the 4.0 Framework by default.  The reason behind this design is that the VS2010 compiler cannot target Framework 2.0, 3.0 or 3.5. The VS2008 compiler must be used to target 2.0, 3.0 or 3.5. To make the converted C++ application build out of box, we decided to move the TargetFrameWorkVersion to 4.0 by default for C++ applications.

Oops! Mit Visual Studio 2010 können keine Managed C++ Anwendungen für .NET Framework Versionen < 4.0 erstellt werden!

Dagegen hilft nur eines:

The VS2008 compiler must be used to target 2.0, 3.0 or 3.5.

D.h. man ist gezwungen, Visual C++ 2008 zusätzlich zu installieren, wenn man Managed C++ Komponenten erstellen will, die .NET Frameworks < 4.0 als Target haben. Die Änderung der Zielversion geht noch nicht mal in der IDE sondern nur durch Änderung der Projektdateien in einem Editor.

Ich betrachte das als erhebliche Einschränkung, da man in diesem Fall Visual Studio 2008 zusätzlich installieren (und ggf. kaufen) muss, sondern dann auch die schönen neuen C++ Features des Compilers nicht mehr nutzen kann.

Generell habe ich den Eindruck, dass Microsoft sich mit Visual Studio 2010 etwas übernommen hat, und irgendwann einfach die Produktfreigabe beschlossen hat, obwohl es noch viele Probleme und Einschränkungen gab (z.B. wie im obigen Blog-Eintrag beschrieben, oder das Fehlen von Intellisense für Managed C++ oder die unscharfe Erscheinung der Default-Fonts auf manchen Betriebsystemen oder der erhöhte Speicherbedarf  oder das aus nicht nachvollziehbaren Gründen umgestellte Hilfesystem, das jetzt eigentlich unbrauchbar ist.).

Auf der Haben-Seite steht für mich ganz klar der neu implementierte Support für Intellisense (bei native C++ Projekten). Das funktioniert jetzt viel besser als mit Visual C++ und verbessert die Produktivität spürbar.

Viele Grüße,
Andreas

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